Kurz gesagt: Die Sanierung eines üblichen Bades (4–6 m²) dauert für einen Betrieb meist zwei bis vier Wochen reine Arbeitszeit. Ablauf: Aufmaß und 3D-Planung mit dem Kunden, Angebot und Materialbestellung, Abbruch, Installation von Wasser, Abwasser und Elektro, Untergrund und Putz, Grundierung und Abdichtung, Fliesen, Verfugen und Silikon, Montage, Reinigung und Abnahme. Die meiste Zeit geht durch nicht ausgewähltes Material, Lieferzeiten und verkürzte Trocknungszeiten verloren.
Für den Kunden heißt Badsanierung „raus und neu fliesen“. Der Betrieb weiß: fünf Gewerke, Trocknungszeiten und Dutzende Entscheidungen, die der Kunde rechtzeitig treffen muss. Ohne Planung dauert das Bad doppelt so lange, und am Ende bleibt nichts übrig.
1. Termin vor Ort und Aufmaß
- alle Wandlängen, Raumhöhe, Lage und Maße von Fenster und Tür,
- Lage von Fallleitungen, Abfluss und Anschlüssen, Zustand der Leitungen,
- Untergrund von Wand und Boden, Ebenheit,
- Zugang: Etage, Aufzug, Lagerfläche, Entsorgung,
- Wünsche: Dusche oder Wanne, Wand-WC, Waschmaschine, Fußbodenheizung.
Alles fotografieren – die Fotos helfen beim Angebot und bei der Abnahme.
2. Planung mit dem Kunden
Mit einer Skizze kann sich der Kunde das Bad nicht vorstellen. Ein 3D-Entwurf verkürzt die Entscheidung und beantwortet die meisten Fragen, bevor sie gestellt werden. Im Entwurf werden festgelegt: Anordnung der Objekte und Abflüsse, Fliesenformat und -höhe, Art der Dusche (Wanne oder bodengleich mit Rinne), Nischen, Vorwände, Licht und Steckdosen. Aus dem Entwurf ergeben sich direkt die Mengen – siehe Fliesenkleber und Fugenmörtel berechnen.
3. Angebot und Bestellung
Das Angebot nach Bauablauf gliedern und klar sagen, was nicht enthalten ist (Angebot für Bauleistungen schreiben). Nach dem Auftrag zuerst Material mit langer Lieferzeit bestellen: Fliesen außerhalb des Lagersortiments, Duschabtrennungen nach Maß, Vorwandelemente, Möbel. Der Kunde muss Fliesen und Sanitär vor Baubeginn auswählen – nicht, wenn die Leitungen schon liegen.
4. Zeitplan nach Tagen
Orientierung für ein 5-m²-Bad mit Dusche und Wand-WC, eine eingespielte Kolonne:
- Tag 1–2: Schutz der Flächen, Abbruch von Fliesen, Objekten, ggf. Wänden, Entsorgung.
- Tag 3–4: Wasser- und Abwasserleitungen, Vorbereitung Elektro, Vorwandelement, Druckprobe.
- Tag 5–6: Schlitze schließen, Wände ausgleichen, ggf. neuer Estrich oder Ausgleichsmasse.
- Trocknungszeit: nach Merkblatt – bei Zementestrich je nach Dicke mehrere Wochen, bei Schnellsystemen Tage; Belegreife vor dem Fliesen messen.
- Tag 7: Grundierung, Verbundabdichtung mit Dichtbändern an Ecken und Durchdringungen, zweite Lage nach Merkblatt.
- Tag 8–12: Wand- und Bodenfliesen, Rinne oder Duschwanne, Nischen.
- Tag 13: Verfugen, nach dem Trocknen Silikon.
- Tag 14–15: Montage WC, Waschtisch, Armaturen, Duschabtrennung, Möbel, Steckdosen, Leuchten; Funktionsprüfung.
- Tag 16: Reinigung, eigene Kontrolle, Abnahme.
In der Praxis kommen Wartetage dazu. Nennen Sie dem Kunden einen Termin mit Puffer und erklären Sie, warum.
5. Trocknungszeiten nicht verkürzen
Die teuersten Fehler im Bad entstehen aus Eile: Fliesen auf feuchtem Estrich oder Putz, Abdichtung ohne Dichtband oder nur einlagig, zu frühes Verfugen, Silikon auf feuchter Fuge. Die Abdichtung von Innenräumen regelt in Deutschland DIN 18534 – halten Sie sich an das System des Herstellers und dokumentieren Sie jeden Schritt mit Datum und Foto, vor allem die Abdichtung vor dem Fliesen.
6. Gewerke koordinieren
Maurer, Installateur, Elektriker und Fliesenleger wechseln sich ab. Jeder Tag Warten auf einen verschiebt alle anderen. Hilfreich: feste Termine im Auftragskalender statt „nächste Woche“, Bestätigung am Vortag und eine Person, die den Auftrag führt und mit dem Kunden spricht.
7. Kommunikation während der Arbeiten
Eine kurze Nachricht mit Foto am Ende jedes Tages („Leitungen fertig, morgen Druckprobe und Putz“) spart viele Anrufe. Taucht etwas Unerwartetes auf, Foto und Preis schicken und den Nachtrag schriftlich freigeben lassen, bevor er ausgeführt wird.
8. Abnahme
Vorher selbst prüfen: Fugen, Silikon, Gefälle zur Rinne, Dichtheit, Spülung, Armaturen. Bei der Abnahme die Pflege erklären und die Fotos der Leitungen übergeben – Details im Artikel Abnahmeprotokoll am Bau.
So unterstützt MůjStavebník
Im Innenraumplaner zeichnen Sie das Bad nach echten Maßen, zeigen dem Kunden den 3D-Entwurf und erhalten die Materialmengen aus der Zeichnung. Aus dem Entwurf wird das Angebot, nach Annahme ein Auftrag mit Schritten (Vorbereitung, Abbruch, Installation, Fliesen, Übergabe), in die die Kolonne Fortschritt und Fotos einträgt. Der Kunde verfolgt den Stand über einen eigenen Link. Für Betriebe mit Schwerpunkt Bad und Innenausbau: Renovierung und Innenausbau.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Badsanierung?
Die reine Arbeitszeit für ein übliches Bad mit 4–6 m² liegt meist bei zwei bis vier Wochen. Dazu kommen Lieferzeiten und Trocknungszeiten, etwa beim Estrich.
In welcher Reihenfolge laufen die Arbeiten?
Abbruch, Installation von Wasser, Abwasser und Elektro, Untergrund und Putz, Grundierung und Abdichtung, Fliesen, Verfugen und Silikon, Montage der Objekte, Reinigung und Abnahme.
Wann muss der Kunde Fliesen und Sanitär auswählen?
Vor Baubeginn. Die Auswahl bestimmt die Lage der Leitungen und die Lieferzeiten; späte Entscheidungen bedeuten meist Stillstand.


